Paten gesucht

Mit einer Patenschaft übernimmt der Pate einen Anteil der Unterhaltskosten für ein bestimmtes Tier. Durch die Patenschaft entstehen keine Verpflichtungen, aber auch keine Rechte an dem Tier. Nach Terminvereinbarung kann der Pate das Tier auch besuchen. Er erhält eine Patenschaftsurkunde. Anträge für Patenschaften finden Sie unter der Rubrik “Downloads”. Den Betrag, mit dem er das Tier unterstützen möchte, bestimmt der Pate selbst. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

Pepper (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Podenco Andaluz, geboren Februar 2000
Pepper kam im Sommer 2008 zu uns. In Spanien lebte sie sechs Jahre lang in einem kleinen Verschlag. Nur zur Kaninchenjagd wurde sie herausgelassen. Dann wurde sie von englischen Tierschützern in Spanien gerettet. Sie hatte einen bilateralen Leistenbruch und wurde operiert. Im Januar 2008 kam sie nach Deutschland. Doch in ihrem neuen Zuhause jaulte und bellte sie den ganzen Tag und wollte nicht stubenrein werden. Da sich niemand fand, der sie aufnehmen wollte, wurde sie nach drei Wochen wieder zu den englischen Tierschützern nach Spanien zurückgeflogen. Verzweifelt suchte auch die Tierschützerin Gisela Heine von New Life 4 Spanish Animals in Deutschland ein neues Zuhause für Pepper, denn ihre Besitzer in Spanien planten nach England zurückzukehren. So kam Pepper im Sommer 2008 zu uns. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft bei uns war eine zweite, schwere und kostenintensive Operation notwendig. Doch das alte Mädchen hat die OP sehr gut überstanden und sogar schon etwas zugenommen. Die zarte Pepper ist nur lieb und anschmiegsam wie eine Katze. Am liebsten würde sie den ganzen Tag nur schmusen. Pepper und Clementine sind gute Freundinnen geworden. Für Pepper wäre sicher ein ruhiges Zuhause ideal, wo sie allein oder Zweithund wäre (ohne Foxhounds und Beagle). Vor Katzen hat Pepper ein wenig Angst. Den kalten Winter mit Eis und Schnee mag sie gar nicht. Aber im Sommer versucht sie mit großer Ausdauer Grashüpfer zu fangen. Viel herumtoben tut sie nicht mehr, ist eben doch schon ein älteres Mädchen. Mit der Stubenreinheit wird es jetzt schon viel besser, aber auch das wird sie schon noch mit der Zeit lernen. 

Ben (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Foxhound Mix, geboren März 2004, ehemaliger Laborhund.


Ben kam im Sommer 2007 zu uns. Obwohl als Foxhound bezeichnet, ist sein äußeres Erscheinungsbild und Wesen doch eher das eines Grand Anglo-Francais Tricolore (großer französischer Laufhund) mit einigen Merkmalen des ursprünglich eingezüchteten Bloodhounds und vielleicht steckt auch ein wenig Foxhound in ihm. Er stammt aus der Kirchheimer Mühle, wo diese Hunde, sowie auch Beagle, ausschließlich für Tierversuche gezüchtet wurden. Im Jahr 2004 wurde die Zucht eingestellt. Ben hatte Glück. Er und sieben weitere dieser Hunde wurden an ein Tierheim abgegeben, um von dort vermittelt zu werden. Ben wurde vermittelt. Doch gut zwei Jahre später wurde er von seinem Halter in das Tierheim zurückgebracht. Angeblich hatte er seinem Halter gegenüber ein aggressives Verhalten entwickelt. Er war völlig abgemagert, hatte schwere Ohren- und Augenentzündungen und Darmparasiten. Doch dann kam Ben zu uns. Anfangs wollte er nur toben und spielen mit den anderen Hunden. Außer unserem frechen Bouncer sind alle anderen erst mal vor ihm geflohen. Immerhin wiegt Ben 50 kg. Inzwischen ist er ruhiger geworden. Ben ist ein gutmütiger und ausgeglichener Hund, der mit allen Hunden, sogar mit den Katzen und Gänsen gut auskommt. Seine anfängliche Angst vor den Minischweinen hat er inzwischen auch überwunden. Doch einiges hat er aus seiner letzten Haltung wohl immer noch nicht vergessen können. Während er meinen Mann vom ersten Tag an abgöttisch liebte, hat er vor fremden Männern immer noch panische Angst. Wir haben diesen lieben, großen, sanften Tollpatsch in unser Herz geschlossen. Übrigens, Ben hat keinen Jagdinstinkt.  Mehr darüber, warum Ben für uns eine ganz besondere Bedeutung hat, demnächst unter „Versuchstiere“.
Otto (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Braque d’ Auvergne geboren ca. 2004, in Mallorca vor dem Tod gerettet

Otto kam im Sommer 2007 zu uns. Er gehört einer seltenen Jagdhundrasse an. Doch nach einem Unfall oder vielleicht war es auch angeboren, das lässt sich nicht mehr feststellen, kam es zu einer Fehlstellung seines linken Vorderlaufs. Diese Fehlstellung hätte durch eine rechtzeitige Operation behoben werden können. Otto wurde von Deutschen, die in Mallorca leben, in einer staatlichen Perreira, einer Tötungsstation abgegeben. Dort werden die Tiere nach drei Wochen getötet. Wahrscheinlich war auch er durch seine Behinderung untauglich für die Jagd geworden oder seine Besitzer wollten keinen verkrüppelten Hund haben. Doch Otto hatte Glück. Mitarbeiter von Euro Dog sahen ihn, holten ihn von dort heraus und nahmen ihn zu sich. Sie stellten Otto einem Spezialisten vor, Diagnose inoperabel. Frau Meyer-Zietz von der Stiftung Euro Dog erzählte mir von Otto, seinem Schicksal und seiner Behinderung. So kam Otto zu uns. Auch wir haben ihn noch einmal einem Spezialisten in Berlin vorgestellt in der irrigen Hoffnung, man könnte doch noch durch eine Operation das Beinchen richten. Noch kann Otto mit den anderen Hunden um die Wette laufen, toben und springen. Doch eines Tages, wenn die Arthrosen fortgeschritten sind und er sein Beinchen nicht mehr belasten kann, wird eine Operation notwendig sein um das Gelenk zu versteifen. Nur wird er dann sein Beinchen nicht mehr benutzen können. Bis dahin ist es hoffentlich noch lange hin. Jedenfalls ist Treppen steigen oder an der Leine laufen schon jetzt für ihn tabu. Er selbst darf bestimmen, wie viel und wie oft er laufen kann und wenn er genug hat, lässt er sich einfach auf den Boden fallen und ruht sich erst mal wieder aus. Otto sieht es als seine Aufgabe an, alle durch Bellen vor eventuellen Gefahren zu warnen. Seinem ausgezeichneten Gehör entgeht nichts. Er sucht und offensichtlich braucht die Nähe und den Körperkontakt zu seinen Artgenossen und seinen Menschen. Vielleicht gibt ihm das das Gefühl jetzt sicher zu sein und dass ihm nichts Schlimmes mehr passieren kann. Wenn ich eine Kängeruh Mutti wäre, würde sich Otto den ganzen Tag in meinem Bauchbeutel herumtragen lassen, damit er immer so nah wie möglich bei mir sein könnte.   Otto und Clementine wurden weggeworfen und zum Sterben verurteilt, weil sie für die Jagd untauglich waren. Sie wurden weggeworfen wie ein Paar alter Schuhe, die es sich nicht mehr lohnt reparieren zu lassen. Sie sind nur zwei von unzähligen Hunden, die jedes Jahr in benachbarten EU-Ländern von ihren Besitzern zum Sterben verurteilt werden – ausgesetzt, verhungert, erhängt oder in staatlichen Tötungsstationen abgegeben!
Clementine (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Deutsch-Kurzhaar, geboren ca. 2005/2006, in Mallorca vor dem Tod gerettet Clementine kam im Frühjahr 2007 zu uns. Sie wurde von einem Tierschützer auf Mallorca, Udo Wiese gefunden. Sie lag am Straßenrand, war völlig abgemagert und konnte nicht mehr stehen. Er nahm sie mit und pflegte sie. Ein Tierarzt wollte den Hund einschläfern, weil er so krank und auch geistig behindert war. Udo Wiese nahm sie auf, behandelte sie wegen der schweren Gebärmuttervereiterung, die sie hatte. Als wir uns kennen lernten durch eine TV-Sendung über das Tierelend auf Mallorca, hatte Udo Wiese mir diese arme, kleine Maus ans Herz gelegt. Als Clemi zu uns kam, war sie immer noch viel zu dünn, hatte mehrere Krankheiten, die wir behandeln lassen mussten und war sehr ängstlich. Jede schnelle Handbewegung veranlasste sie, am ganzen Körper zu zittern und sich auf den Boden zu werfen. Clemi hatte wahrscheinlich als Welpe eine Staupe, die nicht behandelt wurde, vermutet unsere Tierärztin. Wohl deshalb schielt sie wie Clarence der Löwe aus Daktari, springt immer im Kreis herum und ist extrem hibbelig. Clemi ist der freundlichste Hund, den ich je gehabt habe, nur lieb und geht jedem Streit mit anderen Hunden aus dem Weg. Sie liebt alle Tiere und freut sich, wenn eine Katze ihr einen Kopfstoß gibt und sie mit ihr schmusen darf. Was ein Mensch, wohl weil sie jagduntauglich war, diesem armen Wesen angetan hat und sie dann zum Sterben weggeworfen hatte, ist beschämend und es ist fast wie ein Wunder, dass sie noch lebt.

Bouncer (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Beagle, geboren Mai 2003, Abgabehund.

Bouncer kam im Sommer 2005 zu uns.So ziemlich alle negativen Eigenschaften, die man dem Beagle zuschreibt, treffen auf Bouncer zu. Er ist ein Macho, dickköpfig, stur, größenwahnsinnig, furchtlos und rauft sich mit allen anderen Hunden. Sonderbarer Weise finden die anderen Hunde das aber überaus lustig und keiner stört sich an seiner doch recht derben Art. Bouncer kam zu uns, weil sein Besitzer stationär in einem Krankenhaus aufgenommen wurde und er eine Hundepension nicht bezahlen konnte. Es ist einer sehr engagierten Krankenschwester in Berlin zu verdanken, dass Bouncer bei uns unterkommen konnte. Leider konnte sein Besitzer auch nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus Bouncer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr versorgen. Als Bouncer zu uns kam litt er noch an den Folgen eines zuvor operierten Kreuzbandrißes. Es dauerte ein ganzes Jahr, bis er nicht mehr lahmte. So nehmen wir ihn wie er ist, den kleinen Kerl.

Bouncer hat jedoch auch gute Eigenschaften, die ich nicht verschweigen will. Als der Dackel eines Besuchers plötzlich hinter unserem Hahn Caruso hinterher jagte, um ihm an den Kragen zu gehen, verwandelte sich Bouncer in Batman. Er verjagte den Dackel, stellte sich vor den verängstigten Hahn und schleckte seinen Caruso ab. Auch Bouncer und seinem Freund Beagle Jerry habe ich etwas Besonderes beibringen können. Abends, wenn die Hühner in ihren Stall gehen sollten, gab es immer einige, die sich in den Hängen versteckt hatten. Dann rief ich „Bouncer, Jerry, sucht Hahn“. Bouncer, gefolgt von Jerry, liefen los, stöberten die Hühner in ihren Verstecken auf und trieben sie gemeinsam vor sich her bis zu der geöffneten Klappe im Hühnerstall. So wurden zwei Beagle zu Hühner-Schutzhunden.

BELLA (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Foxhound Mix, geboren September 2002, ehemaliger Laborhund.

Bella kam im Sommer 2003 zu uns. Unser kompaktes, etwas dickliches Hundemädchen ist stur und auch ein wenig dickköpfig und doch so lieb und ausgeglichen und gemütlich. Sie ist ein großes Trampeltier mit dem Gesichtsausdruck eines kleinen Kälbchens. Alle Besucher werden von ihr stürmisch begrüßt. Wer da nicht standfest ist, sollte sich lieber erst mal hinsetzen. Vor Gewittern hat sie eine panische Angst und verkriecht sich beim ersten Donnerschlag gleich in einer Ecke. Bella ist auch unser einziger Hund, der Vögel beobachtet. Wenn auf einem Baumwipfel ein Vogel sitzt, setzt sie sich vor den Baum und fängt an zu heulen. Ihr habe ich beibringen können, nach Greifvögeln Ausschau zu halten. Als wir noch vor einigen Jahren Hühner hatten, waren diese immer in Gefahr von Greifvögeln gerissen zu werden. Wenn ich Bella zurief „Bella Habicht“ und mit der Hand nach oben zeigte, lief sie los und suchte am Horizont nach Greifvögeln und versuchte sie zu verjagen. Das hat einigen Hühnern sicher das Leben gerettet.

Bella war ein Laborhund – Bella ist ein Individuum mit Eigenschaften und Anlagen, die einzigartig sind und die sie nun ausleben darf. Was wäre gewesen, wenn…? (Dezember 2007)

LARA (Berlin-Brandenburg)
Rasse: Foxhound Mix, geboren August 2002, ehemaliger Laborhund.

Lara kam im Sommer 2003 zu uns. Lara sieht aus wie ein echter Bilderbuch-Foxhound. Doch die schöne Lara ist alles andere als ein einfacher Hund. Besucher, insbesondere Kinder, liebt sie und zeigt sich dann nur von ihrer besten Seite. Doch wehe, irgendetwas passt ihr nicht. Dann wird sie zu einem keifenden Ungeheuer. Während sie meinen Mann abgöttisch liebt und als Rudelführer anerkennt, muss ich täglich versuchen, ihr klar zu machen, dass auch ich hier etwas zu sagen habe. Aber unsere Minischweine liebt sie über alles. Jedes mal, wenn eines dieser armseligen Kreaturen bei uns Aufnahme findet, umsorgt und beschützt sie es und passt auf, dass auch niemand ihrem neuen Schweinchen etwas tut. So entwickelt eine ehemalige Laborhündin Muttergefühle für kleine Minischweine. Da muss man doch auch sie, selbst wenn sie gelegentlich eine absolute Zicke ist, lieb haben. Wer weiß schon, was auch sie in ihrer Prägungsphase und danach alles durchgemacht hat.

Lara ist sehr intelligent, lernt schnell Neues und freut sich, wenn sie dann gelobt wird. Was hätte sie wohl als Laborhund lernen dürfen und wozu? (Dezember 2007)

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